Artikel

Cambrion gewinnt „Best of Technology 2026“ im Bereich Prozessmanagement

Vor zwei Jahren lautete die häufigste Frage im Erstgespräch noch: Kann Ihre KI das lesen? Heute stellt diese Frage niemand mehr. Jeder geht davon aus, dass es grundsätzlich funktioniert.

Die Fragen, die darüber entscheiden, ob sich ein Dokumentenprozess tatsächlich verändert, sind komplexer. Kann das Team nachvollziehen, wie das System zu einem bestimmten Wert gelangt ist? Was passiert bei einem Dokument, mit dem niemand gerechnet hat? Wer gibt die Freigabe und ab wann ist diese nicht mehr erforderlich?

Cambrion belegte den ersten Platz in der Kategorie Prozessmanagement bei den Best of Technology Awards 2026, verliehen von der WirtschaftsWoche gemeinsam mit dem strategischen Partner Capgemini sowie den wissenschaftlichen Partnern Fraunhofer ISI und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Worauf die Jury geachtet hat

Kein bloßes Modell, sondern ein sogenannter Harness. Die Plattform bettet Sprachmodelle in Orchestrierung, Grounding und deterministische Validierung ein. So lässt sich jeder extrahierte Wert präzise bis zu seinem Ursprung im Dokument zurückverfolgen. Diese Guardrails fangen Modellfehler ab, noch bevor sie nachgelagerte Systeme erreichen können.

Jeder Workflow startet mit manueller Freigabe (Human-in the Loop). Der Automatisierungsgrad steigt erst dann, wenn die zuständige Fachabteilung bereit ist, die Kontrolle abzugeben, und nicht, weil ein Genauigkeitswert eine von uns definierte Schwelle überschritten hat.

Wie das in der Praxis aussieht

Ein Industrieunternehmen senkte die Prüfzeit für handschriftliche Prüfprotokolle von rund 30 Minuten auf unter eine Minute. Ein Zoll-Team wickelt Handelsrechnungen dreimal schneller ab, bei rund 99 % weniger Fehlern. Die Bearbeitung von zehntausend Seiten Patentdokumenten pro Jahr wurde von wochenlanger manueller Arbeit auf wenige Minuten verkürzt.

Anerkennung für das Team

Diese Auszeichnung gebührt dem Engineering-Team um unseren CTO Dr. Daniel Tiarks, das diese Vision täglich in funktionierende Software übersetzt. Und unseren Kunden, die uns ihre realen Dokumente anvertraut haben, lange bevor es dafür Preise zu gewinnen gab.

Herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen Preisträger in den verschiedenen Kategorien!

Ein herzlicher Dank geht an die gesamte Jury, bestehend aus Maja Brankovic (WirtschaftsWoche), Thilo Marquardt (Capgemini), Jivka Ovtcharova (Karlsruher Institut für Technologie), Meltem Alca (ASKMI), Dr. Carsten Polenz (SAP), Frederik Janssen (Siemens Digital Industries), Felix Hieronymi (Bosch), Roland Bruns (BARMER) sowie Univ.-Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl und Dr. Meike Walli-Schiek (beide Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung), die unsere Technologie genau unter die Lupe genommen hat. Vielen Dank auch an das Team der Handelsblatt Media Group für ein hervorragendes Event.

Lesen Sie weiter.

Die neuesten Blogartikel von Cambrion.